5 Stunden Tod – “Es gibt nur zwei Wege”

Anfang 1995 erleidet Andreas Berglesow einen folgenschweren Verkehrsunfall in Sibirien. Er ist mit zwei Mitarbeitern in der Nähe des Baikalsees, auf einer Dienstreise mit dem Auto unterwegs als er mit einem entgegenkommenden LKW zusammenstoßt. Er trägt schwerste innere Verletzungen und etliche Knochenbrüche davon und ihm müssen lebenswichtige Organe entfernt werden. Noch während der Operation bleibt sein Herz stehen. Die Ärzte geben auf. Der noch geöffnete Körper wird nur notdürftig mit Klammern zusammengeheftet und abgedeckt mit einem Leichentuch auf den Krankenhausflur geschoben. Fünf Stunden liegt der leblose Körper dort, während seine Seele eine interessante Reise ins Jenseits antritt.

Ein Krankenwagen brachte Andreas ins nächstgelegene Krankhaus- erzählt Andreas. Es war ein kleines Krankhaus in einem Dorf und der Arzt war gerade nicht anwesend. Die Krankenschwestern legten Andreas auf eine Liege und warteten bis ein Arzt kommt. Auf einmal spürte er wie sein Körper steif wurde und verstand sofort, dass es mit ihm zu Ende geht. Das Letzte was er mitbekam war das Gesicht des Arztes, als dieser mit seinen Fingern Andreas’ Augen aufmachte, um zu prüfen, ob er noch reagiert. „Sein Puls ist nicht mehr da“, sagte der Arzt. Die Schwestern führten ihn in einem anderen Raum. Dabei erinnert sich Andreas noch an das Klappern ihrer Schuhe. Dann wurde er bewusstlos.

Der Kampf um Andreas Leben

Er war sehr schwer verletzt, das sah der Arzt sofort. Das Lenkrad von Andreas Auto wurde bei dem Unfall in seinen Bauch reingedrückt. Der Arzt wollte ihn sofort operieren, um zu sehen wie stark seine Organe beschädigt wurden.  Als der Arzt ihn aufmachte, erblickte er etwas, Schreckliches: seine ganzen Organe waren abgerissen und seine Gedärme, Magen, Zwerchfell, Milz und Lunge waren alle nach oben in den Brustkorb geschleudert worden. Dazu kam, dass sein ganzes Blut in die Bauchhöhle ausgeronnen war und das Krankenhaus über keine Blutreserven verfügte. Der Arzt war mit der Situation überfordert, jedoch schickte er eine Krankenschwester ins Dorf, um nach einem Blutspender zu suchen. Mittlerweile in dem Versuch Andreas’ Leben zu retten, schöpfte der Arzt das ausgelaufene Blut aus Andreas’ Bauchhöhle, durchsiebte es und pumpte es wieder zurück in seine Ader.

Später erfuhr Andreas von einer Ärztin, dass diese Prozedur gar nicht funktionieren hätte sollen. Um Eigenblut in solcher Situation wieder verwenden zu können, muss dieses in speziellen Geräten verarbeitet und gereinigt werden. Aber wieso machte das der Arzt dann, wenn so etwas sowieso nicht möglich ist“, fragte Andreas die Ärztin. „Weil er anscheinend keine andere Wahl hatte, ging er dieses Risiko einfach ein“, entgegnete sie.

Der Arzt gibt auf

Danach blieb Andreas‘ Herz auch tatsächlich stehen. Nachdem der Arzt merkte, dass er für Andreas nichts mehr tun konnte, legte er seine Organe wieder in den Körper hinein und klammerten die Bauchhöhle zu. Die Krankenschwestern schoben die Leiche ins Nebenzimmer, von wo er in die Leichenhalle transportiert werden sollte.

Andreas erinnert sich genau an dem Moment, als sein Herz stehen blieb. Es war, als ob er in ein anderes Zimmer ging. Ganz natürlich verließ er diese Welt und betritt eine andere Welt. Ohne Schmerz aber mit allen seinen Gefühlen und Gedanken. Sein Geist verließ seinen Körper und stieg zu Decke und danach durch sie hindurch nach oben. Er fand sich über dem Krankenhaus, schwebend wieder. Weder die Decke noch das Dach störten ihm dabei in das Krankenhaus hineinzusehen und genau zu beobachten, was drinnen mit seinem Körper vor sich ging. Als er das sah wunderte er sich, was der Arzt mit seinem Körper anstellte. Er war vollkommen in Frieden, fühlte keinerlei Verbindung mehr zu seinem eigenen Körper und wollte auch nicht mehr in ihn zurückkehren.

Willkommen im Himmel

Plötzlich hörte er ein wunderschönes Singen. Ein herrliches, grandioses Singen, das von überall her zu kommen schien. Er schaute nach vorne und sah viele Menschen. Sie waren in weiße, strahlende Kleider bekleidet und sangen gemeinsam mit den anderen Stimmen, die zu hören waren. Als die Menschen näherkamen, löste sich ein Mädchen aus der Gruppe und kam auf ihn zu. Sofort erkannte er ihr Gesicht. Es war ein Mädchen aus seiner Gemeinde, das er 2 Monaten zuvor beerdigt hatte. Sie blieb vor ihm stehen, nahm seine Hand und auf einmal wurde es ganz still. Sie hieß ihn willkommen und dann fingen alle wieder an zu singen. „Es war, als ob mich der ganze Himmel willkommen heißt“, erinnert sich Andreas.

Im nächsten Augenblick befand sich Andreas über seiner Stadt, über dem Haus des Mädchens, das er beerdigt hatte. Dort sah er, von oben, die Familie des Mädchens und was sie in der Wohnung machten. Alles, was Andreas sah, wurde von der Mutter des Mädchens bestätigt, nachdem Andreas wieder genesen war.

Unter anderen sah er die Mutter des Mädchens weinen und hörte eine machtvolle Stimme. Er wusste sofort das es Jesus war, der mit ihm sprach. Jesus fragte: „Was macht diese Frau da?“, verwundert antwortete Andreas „Sie weint“. Die zweite Frage war: „Wozu?“, darauf fand er keine Antwort mehr. Jede Antwort schien ihm sinnlos also blieb er still. Als nächstes fragte ihn Jesus: „Habt ihr denn nichts mehr zu tun als nur sitzen und weinen?“ Darauf fand er auch keine Antwort und blieb wieder still.

Die zwei Wege

Dann zeigte ihm Jesus die ganze Erde, eine große Stadt und einen breiten Weg der hinauf zum Horizont führte. Er war so voll, das kein Einziger Mensch mehr draufzupassen schien. Er erkannte sofort, dass das der breite Weg ist, der in der Bibel als ‚der Weg der ins Verderben führt‘ beschrieben wird. Danach machte ihn Jesus auf einen zweiten Weg aufmerksam. Dort sah er nur vereinzelt Menschen gehen. Jesus fragt ihn, ob er auch diesen Weg kennt. Andreas bejahte und sagte, das wäre der schmale Weg, der zur Jesus in den Himmel führt. Daraufhin sagte ihm Jesus, dass seine Zeit noch nicht zu Ende wäre und dass seine Aufgabe ist, Menschen von dem breiten Weg auf den schmalen Weg zu führen.

In einem Augenblick war er zurück in seinem Körper. Er öffnete die Augen, aber alles war dunkel. Im Versuch seine Gedanken zu ordnen und sich zu erinnern, wo er als letztes auf der Erde gewesen ist, deckte jemand das Tuch auf, das auf ihm lag. Ein Mitarbeiter des Krankenhauses suchte nach einem verstorbenen Mann. Als er Andreas offene Augen sah, wurde er kreidebleich, lies das Tuch fallen und verschwand. Danach kamen die Krankenschwestern und nahmen ihn zurück in den OP-Saal, wo er sofort wieder operiert wurde.

2 Wochen kämpfen die Ärzte um sein Leben, aber Andreas wusste, dass er Leben würde, weil Gott ihm mit einer Mission zurückgeschickt hatte. 4 Monate nach dem Unfall ging Andreas, auf seinen eigenen Beinen, in seine Gemeinde, um darüber zu berichten was ihm widerfahren war.

Seine Botschaft heute an alle ist: es gibt ein Leben nach dem Tod! Ob wir es wollen oder nicht, glauben oder nicht glauben- wir werden eines Tages vor Gott stehen und wir müssen jetzt dafür sorgen, dass wir die Ewigkeit mit ihm verbringen. Weißt du auf welchem Weg du dich heute befindest?

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